Mary Ann Evans (1819-1880), sie veröffentlichte unter dem Namen George Eliot, war die Tochter eines Gutsverwalters und erhielt eine streng evangelikale schulische Erziehung. Sie nahm begierig Wissen aus allen möglichen Gebieten auf: Sprachen, Literatur, Bibelkritik und Naturwissenschaften. Im Umgang mit einer freigeistigen Familie in Coverntry wuchsen ihre religiösen Zweifel. Sie übersetzte 'Das Leben Jesu' von David Friedrich Strauß und 'Das Wesen des Christentums' von Ludwig Feuerbach. Ab 1849 lebte sie in London, war 1851 bis 1853 Redakteurin und de facto Herausgeberin des berühmten Organs des Utilitarismus und Liberalismus 'Westminster Review' und begann selbst Romane zu schreiben. Sie wurde darin von George Henry Lewes (1817-1878) bestärkt, der selbst ein vielseitiger Literat und Kritiker war, und mit dem sie seit 1854 zusammenlebte. Da Lewes bereits verheiratet war, kam es zum Bruch mit ihrer Familie, unter der sie sehr litt.
Nach 'Scenes of clerical Life' (1857) veröffentlichte sie 1859 ihren ersten Roman 'Adam Bede'. Darauf folgten u.a. 'The Mill on the Floss' (1860), 'Silas Marner: The Weaver of Raveloe' (1861), 'Middlemarch' (1871/72) und 'Daniel Deronda' (1876).
Als Mary Ann Evans schließlich ihr Pseudonym preisgab, wurde sie aufgrund ihres großen literarischen Erfolgs schrittweise wieder von der Gesellschaft aufgenommen. Doch erst nach dem Tod von Lewes und ihrer Heirat mit John W. Cross in ihrem letzten Lebensjahr kam es zur Versöhnung mit ihrer Familie.
Adam Bede
Daniel Deronda
Middlemarch. Eine Studie über das Leben in der Provinz
Silas Marner
Die Mühle am Floss
2002. BBC. Mit Hugh Dancy, Romola Garai etc.
1994. BBC. Mit Rufus Sewell, Juliet Aubrey etc.
1985. BBC. Mit Ben Kingsley, Jenny Agutter etc.
1997. BBC. Mit Emily Watson, James Frain etc.